Elektroauto betanken in Rheinland-Pfalz

An der FH Bingen hat man schon vor 2 Jahren eine Elektro- tankstelle errichtet. objektiv konnte austesten, wie so eine Tankstelle funktioniert und wie sich ein Auto mit elektronischem Antrieb fährt. Haben wir die Zukunft erlebt?

Überall sind die Autos ohne Benzinverbrauch im Gespräch – aber woher kommt deren Energie? Auf dem Gelände der FH Bingen ist eine Elektro-Tankstelle aufgebaut. Ähnlich wie bei jeder anderen Tankstelle kommt die Energie durch einen Schlauch. Doch hier hört man nichts blubbern – ähnlich wie wir auch bei der Fahrt: kein Motorbrummen und vor allem: die Energie ist sofort da und das Beschleunigen mit unserem Kleinwagen funktioniert verdammt schnell.

Wie kam es dazu, dass es an der FH Bingen eine Solartankstelle gibt, wo doch das Solarfahrzeug nur ausgeliehen ist? Prof. Dr. Christian Wrede von der FH Bingen erklärt uns, dass die Solartankstelle als Versuchsobjekt für die Elektrotechnik-Studenten dient. Man kann so an Zukunftstechnologien mitentwickeln. Die Zapfsäule ist also nicht für die breite Öffentlichkeit da.

Reichweite des Elektro-Kleinwagens: 100 km bei warmem Wetter

Der kleine Fiat wurde von einer speziellen Firma umgebaut. Nach mehreren Stunden ist er vollgetankt, aber nach einigen Minuten ist er bereits wieder fahrfähig. Also machen wir eine kleine Ausfahrt. Stundenlange Autobahnfahrten sind mit einem Elektro-Mobil noch nicht drin – dazu haben die heutigen Akkus einfach nicht lange genug Power. Die Autos sind bisher eher für die Stadt sinnvoll – oder eine Rundfahrt rund um Bingen. Innendrin wie außen sieht ein Elektroauto fast aus wie die Serie. Reine Elektroautos kamen gerade 2011 auch von Autoherstellern selbst auf den Markt, beispielsweise von Opel, die den Ampera auch für Chevrolet entwickelt haben oder Mitsubishi, deren i-Miev man auch als Citroen und Peugeout kaufen kann.

Die FH hat auch ein eigenes Elektrofahrzeug, das zum erforschen verschiedener Technologien genutzt wird. Hier waren schon mehrere Gruppen von Studenten beteiligt. Daniel Junker hatte vor kurzem das Vergnügen – eine Ausfahrt gehört schließlich dazu. Mit einem elektrischen Kart kann man zackig durchs Gelände fahren. Auch das wollen wir natürlich selbst mal ausprobieren. So nah am Boden ist man schließlich mit keinem anderen Fahrzeug – dafür ist der Kart erstaunlich komfortabel. Der Klang erinnert an ferngesteuerte Spielzeugautos – die fahren ja auch mit Strom.

Wer sich in nächster Zeit privat ein Elektroauto kauft, der muss viel Geld dafür hinblättern, da die Entwicklung dieser Technologie am Anfang hohe Kosten verursacht. Tanken kann man hier als Privatmann nicht, da die Einrichtung so viel Energie einfach nicht produziert. Die Solartankstelle dient der Forschung für die Studenten – denn hier arbeiten sie an einem Projekt, das in Zukunft sicher großflächig Realität werden wird. Zumindest in Europas. Das weltweit vorkommende Litiumaufkommen, das die Batterien benötigen, wird nämlich nur für eine elitäre Minderheit reichen und in ärmeren Ländern wird man in deren Genuss wohl nie kommen.

 
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