| Der Fluss als Wirtschaftsmotor |
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Wasser ist eine Vorraussetzung für Leben. Es fließt durch unsere Körper, wir trinken es, Wasser unterbricht Landschaften und dient dort gleichzeitig als günstige Verkehrsstraße. Zwischen den Gebirgen unseres Landes durchziehen Flüsse die Welt. Sie geben vielen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause und werden von Menschen mit dem Schiff überquert. Nahe, Glan und Lahn sind für die Schifffahrt weniger interessant, da große Schiffe in den schmalen Tälern nicht genügend Platz finden. Der Rhein und die Mosel gelten aber als die wichtigsten Verkehrsverbindungen auf deutschen Gewässern, denn sie entspringen lange bevor sie durch Rheinland-Pfalz fließen und können aufgrund ihrer Breite auch mittelgroße Frachtschiffe aufnehmen. Manche fahren hier nur durch, es gibt hier im Land aber auch wichtige Binnenhäfen, die immer mehr an Bedeutung gewinnen. Im vergangenen Jahr verzeichneten die rheinland-pfälzischen Binnenhäfen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen kräftigen Zuwachs an umgeschlagenen Gütern. Insgesamt meldeten die Schiffs- und Frachtführer nach Angaben des Statistischen Landesamtes einen Güterumschlag von 13 Millionen Tonnen, das waren 7% als im Jahr zuvor. Besonders schwere Waren sind auf dem Wasser unterwegs: Fast 8.000 Tonnen Steine wurden 2007 auf dem Rhein transportiert. Gefolgt von Energiestoffen wie Erdöl, Kraftstoffen und Gasen. Davon wurden 6% mehr verschifft als im Vorjahr. Trotz steigender Energiepreise nehmen also auch die Mengen zu.
Wo werden im Land die meisten Waren umgeschlagen? Wenn man den Hafen schon im Namen trägt, dann hat das seinen Grund. Ludwigshafen, gegründet als Verlängerung des Mannheimer Hafens, ist der größte Hafen im Land. 8 Millionen Tonnen Güter werden hier alljährlich umgeschlagen. In Mainz sind es nur 3 Millionen Tonnen, in Andernach, wo Bleche und Chemieprodukte hergestellt werden, sind es 2,7 Millionen. Der Hafen ist dort auch nur 650 m lang. Weitere große Häfen gibt es in Bendorf, Wörth, wo Mercedes-Benz LKWs baut, und Germersheim. Die anderen Häfen des Landes haben alle eine unbedeutendere Umschlagsmege. Zur Zeit gibt es innerhalb der deutschen Binnengewässer Deutschlands 4800 Schiffe.
Die Schifffahrt auf dem Rhein hat lange Tradition. Bereits seit der Römerzeit ist der Rhein eine bedeutende Wasser- und Handelsstraße. Damals hat man hier noch eher Gewürze und wertvolle Metalle transportiert. Dabei wurden die Waren bis zur Erfindung des Dampfschiffs auf dem Niederrhein durch Segelschiffe befördert. Bevor der Strom durch Wasserbaumaßnahmen gebändigt und vertieft wurde, war das Treideln zu Berg nicht immer einfach. Oft mussten schwierige Stellen auch umgangen werden. Mitte des 19. Jahrhunderts kamen dann die Dampfschiffe mit ihrem weißen Rauch und lauten Pfeifen. Das erste Dampfschiff auf dem Mittelrhein kam wegen diverser Mängel bei der Bevölkerung nicht gut an. Auch wenn noch einige Zeit verging, bis man keine Segler mehr auf dem Fluss fand, so setzten sich die Raddampfer immer mehr durch. Folglich kamen auch zunehmend Touristen an den Rhein, der zu dieser Zeit langsam zum Urlaubermagnet wurde. Mehr als die Passagierschiffe haben jedoch Schleppdampfer zur wirtschaftlichen Entwicklung des Flussumfeldes beigetragen. Damals gab e
Der Verkehr auf den Flüssen soll weiter wachsen. Auf der Mosel werden dafür schon einzelne der 14 Schleusen für die Zukunft fit gemacht, in dem sie für eine höhere Durchgangsmenge umgebaut werden. Wartezeiten von 10 Stunden vor der Schleuse sind für ein Schiff hier normal. Im Rhein sind Schleusen nicht nötig, da er nicht so stark abfällt wie der Fluss aus dem Westen. Doch auch der Rhein wird immer voller – für unsere Autobahnen kann das aber bedeuten, dass sie entlastet werden. Das ist schließlich auch dringend nötig. Denn die steigenden Kraftstoffkosten haben bislang nicht verhindert, dass unsere Konsumgüter immer weitere Wege zurück legen, damit wir hier das bestmögliche Schnäppchen aus ausländischer Produktion machen können. |
Streit ums Welt- kulturerbe, schwierige Bergung von gesunkenen Schiffen - der Rhein ist viel im Gespräch. Zurecht, denn er ist ein wichtiger Wirtschafts- 
s hier noch keine Eisenbahn und die Raddampfer wurden zum bedeutenden Verkehrsmittel. Bewohner dieser Gegend nutzten so den Dampfer, um nach Mainz oder Frankfurt zu kommen, um dort ihre Reise mit der Bahn fortzusetzen.
Auf dem schwierigen Fahrwasser der Gebirgsstrecke St.Goar bis Bingen wurde bis in die 1980er Jahre jeweils ein ortskundiger Rheinlotse als Steuermann hinzugezogen. Heute kann das der Kapitän selbst. Der Rhein wurde im 20. Jahrhundert mehrfach begradigt, wie wir auf der Übersicht sehen.