| Blick aus Italien: die Villa Ludwigshöhe - in den Weinbergen von Edenkoben |
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Nunja, im frühen 19. Jahrhundert war die heutige Pfalz bayerisches Land. Damit König Ludwig der Erste von Bayern seine Präsenz auch in der Pfalz zeigen konnte, ließ er hier seine Sommer-Residenz bauen. Nur alle 2 Jahre sollte er für 2 Sommermonate hier verweilen. 1846 begann der Bau der Villa nach italienischem Vorbild – Ludwig war vom pompejischen Stil angetan, wie man in vielen Zimmern des Hauses deutlich sehen kann. Bis heute hat sich hier nicht viel verändert. Ludwig der Erste wurde 1786 in Straßburg geboren. Er gehörte zum Geschlecht der Wittelsbacher und folgte auf seinen Vater Maximilian den Ersten als bayerischer König. In vielen Bildern und Portraits wir die Familiengeschichte auf der Ludwigshöhe dokumentiert. Ludwig ging als bedeutender Bauherr in die Geschichte ein. Er förderte nicht nur den ersten Eisenbahnbau Deutschlands, die Bayerische Ludwigsbahn 1835, die von Führt nach Nürnberg führte. Auch die Pfälzische Ludwigsbahn von Bexbach nach Ludwigshafen entstand auf seinen Auftrag hin. Als Gegenpol zu Mannheim, das zu Baden gehörte, entstand auf der gegenüberliegenden Rheinschanze ein neuer Hafen – zu des Königs Ehren wurde er Ludwigshafen getauft. Ludwig war auch ein Verehrer des antiken Griechenlands, was an der Ludwigshöhe auch nicht ganz vorbei ging. In München ließ er etliche Bauwerke im typisch griechischen Stil errichten, darunter die Universität, die Feldherrenhalle und das Siegestor. Unterhalb der Rietburg und des Haardt-Gebirges hat man damals wie heute einen wunderbaren Ausblick in die Rheinebene. Bei sehr gutem Wetter soll man angeblich bis in den Schwarzwald blicken können. Der Bau des kleinen Schlosses dauerte einige Jahre an, da der Architekt zwischenzeitlich verstarb. Da der König nur alle 2 Jahre hier verweilte und dann seinen Geburtstag hier feierte, musste sich das Personal immer erst wieder zurecht finden mit den Eigenarten des Hauses. Die Küche zum Beispiel. Auf die komplizierte Technik der Ofen-Entlüftung wurde eigens mit Hinweisschildern hingewiesen. Die Küche ist der einzige gewöblte Raum des Hauses. Der Geburtstag des Königs wird hier übrigens noch heute im August mit dem Schlossfest gefeiert. Die Wandmalereien des Hauses zitieren den Stil von Pompeji. Die Mosaikfußböden sind dem römischen Stil nachempfunden. Im Jahr 1866 weilte Ludwig das letzte Mal oberhalb von Roth und Edenkoben. Das Schloss ist seit 1975 Eigentum des Landes Rheinland-Pfalz. Das ganze Jahr über kann man die Ludwigshöhe besichtigen und trifft dabei vor allem auf eine umfangreiche Bilder-Ausstellung, größtenteils von Max Slevogt, dem bekannten pfälzischen Impressionisten. Weitere Bilderausstellungen wechseln sich ab und auch kleine Konzerte werden hier aufgeführt. Edenkoben liegt nah an der A65 zwischen Neustadt und Landau. Deshalb ist die Villa Ludwigshöhe aus allen Richtungen gut erreichbar.
Öffnungszeiten des Museums: Di-So 9 – 17 Uhr, im Sommer auch bis 18 Uhr, Dezember geschlossen
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