Der Dom in der Eifel

Das Münster im Maifeld. Haben Sie schonmal gehört, dass die Eifel einen Dom hat? Es ist auch nicht wirklich einer, aber die Kirche ist von Weitem zu sehen und auf den ersten Blick fragt man sich eher, ob es sich um eine Burg handelt. Das beschauliche Münstermaifeld mit seinen engen Gassen liegt am Übergang zwischen Untermosel und Vordereifel – die Region nennt sich Maifeld. Nicht verwunderlich, so viele Felder wie es hier ringsum gibt. Das Münster gehörte früher zu einem Klosterstift und war sogar ein Wallfahrtsstätte.

In seinem Baustil erkennt man verschiedene Epochen des Mittelalters, wie sie heute kaum noch zu finden sind. Die kräftigen Türme stammen schließlich aus dem 11. Jahrhundert – allerdings sind die Zinnen, wie man sie von Festungen kennt, erst im 15. Jahrhundert angebracht worden.

Der Innenraum mit seinen bunten Bemalungen und dem Gewölbe ähnelt vielen Kirchen der Region, wie man sie zum Beispiel auch in Oberwesel oder Treis-Karden findet. Die Bemalungen sind erst bei einer Renovierung wieder ans Tageslicht gekommen und wurden erneuert. Der Altar gilt als besonders sehenswert – es ist ein Schnitzaltar nach Antwerpener Stil.

Eine Vorgängerkirche soll hier der Legende nach bereits im 7. Jahrhundert neben den Trümmern römischer Bauten errichtet worden sein. St. Martin gewidmet, wurde daraus im 10. Jahrhundert ein Kollegiatstift. Hier lebten also keine Mönche in der Gemeinschaft, sondern Männer, die ihr Privatvermögen behalten durften und für Gottesdienste und Seelsorge zuständig waren – bei Bedarf auch für die umliegenden Orte. Die Stiftsmitglieder gehörten keinem Orden an und mussten daher auch nicht zwangsläufig Ordensgewänder tragen – außer zu Feierlichkeiten. 

Dass hier schon zur Römerzeit Menschen gesiedelt haben, ist verständlich. Die Böden sind fruchtbar und heute wie vor über tausend Jahren werden die Felder von den kleinen Höfen bewirtschaftet, die oft zwischen kleinen Hügeln in den Äckern versteckt sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Eifeldome bezeichnen sich aber außerdem  noch einige andere große Kirchen, zum Beispiel  in Langenfeld und Kyllburg.

 
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