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Die Brücke über den Mittelrhein wird nicht gebaut. Das hat die neue Landes- regierung bereits im Mai bei den Koalitions- verhandlungen entschieden. Jetzt im Sommer stehen viele Touristen am Rheinufer und warten auf die Fähre.
Langes Warten bei jeder Überquerung des Mittelrheines. Für Fremde ist es mal ein schönes Schauspiel – man hat Zeit und kann sich von der Fähre aus die Kulturlandschaft aus einer ganz anderen Perspektive anschauen.
Wer hier jeden Tag fahren muss, der hat sich daran gewöhnt, dass er hier tagtäglich warten muss. Der Rhein zerschneidet die Regionen, denn eine Brücke gibt es weit und breit nicht. 85 Kilometer Fluss ohne einen einzigen festen Übergang. Das sollte seit Jahren geändert werden. Für die Planung einer Brücke nahe der Loreley wurde schon viel Geld ausgegeben. Und viel diskutiert. Die Wirtschaft sollte endlich angekurbelt werden und die Regionen sollten näher zusammen rücken. Sogar die Unesco hatte grünes Licht gegeben. Denn die Landschaft ist schließlich geschützt. Nach den Koalitionsverhandlungen von Rot-Grün im vergangenen Frühjahr wird es nun definitiv keine Brücke geben. Die lange Planung läuft ins Leere und die Autofahrer stehen weiterhin an der Fähre.
 Nun ist im Gespräch, die Fähre nicht nur tagsüber fahren zu lassen, sondern rund um die Uhr. Die Fährmänner freuts, aber wer das bezahlen soll, ist noch nicht geklärt. Nachts wird manche Fähre wohl lange warten müssen, bis sie für einen einzelnen Autofahrer übersetzt. Warten heißt es dann aber nach wie vor für alle. Die beiden Rheinseiten bleiben getrennt. Die Mosel wird übrigens alle 10 km von einer Brücke überquert und dort kann man so bequem vomn Hunsrück in die Eifel fahren oder eben ins Nachbardorf.
Am Rhein warten die Autofahrer also auch in Zukunft und dürfen dann die Flussüberfahrt in aller Gemütlichkeit genießen.
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