Täglich ein neuer Mitarbeiter

Die Geschwindigkeit ist atemberaubendmit der Entwickler erneuerbarer Energien wachsenErfolgreich ist hier in Rheinhessen die Firma Juwi mit Windrädern und SolartechnikWie schaffen wir es mithilfe regionaler Firmen, vom Atomstrom wegzukommen und nicht mit Kohlekraftwerken die Luft über den Städten zu verpesten?

100% Stromversorgung mit den Erneuerbaren sollen in 15 Jahren möglich seinüberall hört man andere Zahlen, aber dass wir in Rheinland-Pfalz bereits seit Jahren auf dem richtigen Weg sind, zeigt die Firma Juwi in Rheinhessen. Hier werden Windräder und Solaranlagen geplant – neuerdings steigt man auch in andere erneuerbare Strom-Technologien ein, zum Beispiel Biomasse. Die Firma ist daher ständig im Wachsen.

Erst sollten die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängert werden und nach dem Unglück in Japan vom März 2011 rannten die gleichen Parteien wieder in eine ganz andere Richtung. (Zu) langsam geht der Wechsel in die Richtung, die unseren Planeten noch retten kann. Doch ein Trend ist zumindest ersichtlich. Juwi plant nicht nur die Anlagen und stellt sie auf – man will auch selbst ein Vorbild sein. Die Gebäude auf dem Juwi-Gelände in Wörrstadt versorgen sich selbst mit Strom und man will möglichst wenig Energie verbrauchen.   

Auch die Fahrt zur Arbeit, oder wohin auch immer, kann CO2-neutral sein. Mit Strom aus Kohlekraftwerken wird auch ein Elektroauto nicht umweltfreundlich. Wie stellt sich Juwi stattdessen die Zukunft der Mobilität vor? Solarzellen aufs Dach der Garage. Oder: Solartankstellen bauen, doch hier dauert das Aufladen lange. Aufladen könnte man die Autos auch an neuen Ladestationen beim Arbeitgeber oder am Supermarkt. Ein Chip am eigenen Kabel könnte wie eine Kreditkarte für die Bezhalung des Stromes sorgen - so die Idee von objektiv. Um ohne Abgase unterwegs zu sein, muss man übrigens kein langweiliges Auto fahren. Juwi zeigt uns bei unserem Besuch in Wörrstadt einen der hauseigenen Tesla-Roadster - mit Elektroantrieb. Mehr zu Elektroautos

Mit Windrädern haben Fred Jung und Matthias Willenbacher (von ihnen kommt auch der Name JUWI) vor über 15 Jahren angefangen. Seitdem wird ein Windrad nach dem anderen gebaut – bald sind es schon 500 Stück. Und hier in Rheinhessen entstehen gerade fünf weitere Anlagen. Rund 20.000 Menschen können von der Energie dieser neuen Windräder versorgt werden. 138 Meter hoch sind diese Türme vom Boden bis zur Nabe. Dort sind die Rotorblätter befestigt. Von unten sehen sie noch klein aus – aber der Rotordurchmesser liegt bei 82 Metern! Da wirbelt ganz schön was durch die Luft – und gelegentlich wird auch ein Vogel von den Rotorblättern getroffen. Riesige Kräne hieven die Segel hoch auf den Turm. Hier entsteht neue Energie. 

Über 400 Windraftanlagen wurden schon vom rheinland-pfälzischen Unternehmen errichtet – das bedeutet auch, dass einige Arbeitsplätze hier vor Ort entstanden sind. Die Mitarbeiter bei Juwi arbeiten weiter an der Technologie und neue Windräder könnten so schon wesentlich effektiver sein als die von vor 10 Jahren. Hier fällt der Begriff „Re-Powering“ – das beudetet, dass man alte Windräder ersetzt. 

Für die einen stört so manches Windrad die Aussicht – andere wiederum denken jedes Mal daran, wenn sie ein Windrad sehen: hier wird gerade saubere Energie erzeugt – und damit schwindet die Gefahr, dass ein Atom-Unfall unsere Region auf einen Schlag unbewohnbar macht. 

Was man tut, wenn kein Wind weht und wir trotzdem Strom brauchen, erfahren Sie in unserem Video. Außerdem sehen Sie hier, welche Innovationen für die Zukunft geplant sind.

 
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